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5. Februar 2024

Mahnwache in Bretten

 

Nie wieder - ist jetzt!

Mahnwache mit über 2.000 Menschen

für Demokratie gegen Rechtsradikalismus

 

In der Brettener Stadtparkhalle fand am Samstagabend eine überregionale Veranstaltung der AfD statt. Der Andrang war groß. Zum Teil waren die AFD-Anhänger weit angereist, um Co-Parteichefin Alice Weidel zu sehen. Auch der baden-württembergische Landessprecher Emil Sänze trat auf.

Die Brettener SPD hatte daher eine Demonstration mit 200 Teilnehmenden angemeldet. Gekommen war die zehnfache Menge an BürgerInnen. Die Mahnwache im Stadtpark stand unter dem Motto "Bretten bleibt bunt" und richtete sich gegen die Hetze, Ausgrenzung und Gefährdung unserer demokratischen Ordnung durch die rechtsradikale Partei. Unterstützt wurde die Mahnwache von einem breiten Spektrum an Parteien, Vereinen, Gewerkschaften und anderen Gruppierungen wie dem NABU. Auch Mitglieder der BÜRGERLISTE unterstützten die Aktion. Viele waren mit selbstgebastelten Plakaten und Transparenten gekommen, um ihre Meinung gegen die Politik der AFD kund zu tun. Mit Trillerpfeifen, Buh-Rufen und Musik machten die Protestierenden lautstark Stimmung gegen die AfD und die Besucher der Veranstaltung.

Weil nur 400 Leute in der Stadtparkhalle Platz fanden, mussten ca. 200 interessierte Personen abgewiesen werden. Diese frustrierten AFD-Anhänger wollten trotz Aufforderung durch die Ordnungskräfte nicht einfach klanglos abziehen. Die meisten verließen dann aber doch unter Rufen wie, „Schämt euch“- und „Haut ab!“- Rufen der Demonstranten den Platz vor der Halle. In der Halle dagegen lieferte AFD-Cochefin Alice Seidel unter dem Jubel Ihrer Anhänger wieder eine ihrer Hassreden gegen die anderen Parteien ab. Ihre Rede gipfelte in dem Vorwurf, die amtierende Regierung hasse das eigene Volk. Primitiver geht es nicht mehr!

Lob für die Polizei und für die Organisatoren der Mahnwache gab es von Brettens Bürgermeister Michael Nöltner: „Die Polizei hat einen tollen Job gemacht“, sagte er am Samstagabend. Aus Sicht der Stadt „ist es hervorragend, dass so viele Menschen aus Bretten und der Umgebung da waren und damit ein klares Zeichen gegen Hass, Hetze und Ausgrenzung gesetzt haben“.