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Gemeinderatssitzung am 20. Dezember 2016

Kindergartenerweiterung

 

In unserer Gemeinde steigt der Bedarf an Kindergartenplätzen stetig an. Insbesondere werden von den Eltern Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren verstärkt nachgefragt. Mittel- bis langfristig werden statistisch bis zu 17 dieser Krippenplätze benötigt.

Heute können wegen der beengten Räumlichkeiten nur 8 Krippenplätze angeboten werden. Auch bei den Kindern zwischen drei und sechs Jahren wird zusätzlich Raum benötigt, damit wieder 25 statt 22 Kinder maximal in eine Gruppe aufgenommen werden können.

 

In enger Absprache mit der Kindergartenleitung und der Fachberatung stellte Bürgermeisterin Cathrin Wöhrle einen Entwurf des Architekturbüros Reichert & Zeller für einen zweistöckigen Anbau vor, der die vorhandene Platznot in Kombination mit einer geänderten Betriebserlaubnis beseitigen soll.

Insgesamt hat der geplante Anbau eine Nutzfläche vom 157 qm. Das Büro der Leiterin wird in das Obergeschoss des Anbaus verlegt und dort auch ein Raum für das Personal und die Haustechnik geschaffen. Zusätzlich soll der der Sanitärbereich im bestehenden Gebäude umgebaut werden.

 

Anbau und Umbau sollen während des laufenden Betriebs erfolgen, so dass keine teure Zwischenlösung mit Containern erforderlich ist.

 

Der Entwurf sieht insbesondere die Schaffung von Räumlichkeiten für eine Krippengruppe mit 12 Schlafplätzen vor. Durch eine Änderung der Betriebserlaubnis soll erreicht werden, dass zweijährige Kinder in die Gruppen der Drei- bis Sechsjährigen wechseln können. Diese werden dort allerdings wie zwei Kinder gezählt. Mit diesem Modell, das ein hohes Maß an Flexibilität bietet, sei eine Krippengruppe völlig ausreichend.

 

Der frei werdende Platz im bestehenden Gebäude kann nach dem Umbau von den Gruppen für die Drei- bis Sechsjährigen genutzt werden, so dass dann in jeder Gruppe 25 Kinder aufgenommen werden können.

 

In der anschließenden Aussprache über den Vorschlag der Verwaltung und Kindergartenleitung ging es hauptsächlich um die Kombilösung von Anbau und geänderter Betriebserlaubnis.

 

Unserer Meinung nach ist die Kombination von Anbau und Änderung der Betriebserlaubnis eine kluge weil flexible Lösung. Auch ist diese Kombi-Lösung wesentlich kostengünstiger als der von Gemeinderat Dürrwächter eingebrachte Vorschlag zur Schaffung von zwei Krippengruppen. Sein Vorschlag würde einen weiteren Gruppen- und Schlafraum erfordern, also einen erheblich größeren Anbau nach sich ziehenAußerdem wäre für diese Gruppe weiteres Personal notwendig, was die Betriebskosten wesentlich erhöhen werden.

 

Bereits heute übernimmt die Gemeinde ein jährliches Betriebskostendefizit von über 400.000 €, was die größte Einzelausgabe im Gemeindehaushalt darstelltWir können uns angesichts der vielen Aufgaben, die in den nächsten Jahren zu finanzieren sind, keine Luxuslösungen im Kindergarten leisten. Geboten ist vielmehr ein bedarfsgerechter Ausbau mit Augenmaß, so wie er auch von den Fachleuten als völlig ausreichend betrachtet wird.

 

Abschließend beschloss der Gemeinderat bei einer Gegenstimme, das Architekturbüro Reichert & Zeller mit einer genauen Kostenschätzung für den Kindergartenanbau auf der Grundlage des vorgelegten Entwurfs zu beauftragen.